Saftfutter

Futtermittel, die aus Knollen, Wurzeln, Möhren, Äpfeln und anderen Pflanzenteilen, die einen Trockensubstanzgehalt von weniger als 55 % aufweisen, bezeichnet man als Saftfutter. Knollen- und Wurzelfrüchte haben einen sehr hohen Wasser- und Zuckergehalt, weswegen sie Pferden sehr gut schmecken.
Man sollte immer frische Früchte füttern, da sie sehr leicht verderblich sind und sich nicht lange lagern lassen.
Möhren enthalten viel Karotin und Vitamine und sind förderlich für die Darmtätigkeit des Pferdes. Ein gesundes Pferd verträgt por Tag zwei bis drei Kilogramm Mohrrüben. Mit Äpfelchen muß man da schon vorsichtiger sein, denn in größeren Mengen können sie Koliken verursachen.
Möchte man Saftfutter verfüttern, sollte man es längs zerschneiden, denn das Pferd kann längs zerschnittene Rüben, Möhren oder Äpfel besser kauen als runde Scheiben oder Würfel. So minimiert man das Risiko eines Verschluckens oder einer Schlundverstopfung.

Manche Pferde naschen auch gerne exotischere Früchte wie Bananen, Erdbeeren, Pflaumen oder Zitrusfrüchte.
Bananen sind reich an Kalzium, Kalium und Magnesium. Trotzdem sollte ein Pferd nicht mehr als eine Banane pro Tag bekommen, da sie Hyperkaliämie (erhöhte Konzentration von Kalium im Blut, die zu einer lebensgefährlichen Elektrolytstörung führen kann) oder Herzschädigungen auslösen können.
Orangen sind wertvolle Vitaminquellen aber auch hier gilt: nicht mehr als ein bis zwei Früchte pro Tag.
Pferde sind keine Müllschlucker. Sie haben ein sehr sensibles und anfälliges Verdauungssystem. Deshalb sollte man immer sehr genau aufpassen was und wie viel man füttert und Gemüse und Früchte die im Trog landen, sollten immer in einwandfreiem Zustand sein.