Diese Seite taucht in die Welt der Pferde ein, diesen faszinierenden, wunderschönen, edlen Geschöpfen, die seit fünf Jahrtausenden die Geschicke der Menschen mitbestimmen. Es begann seine Karriere als Fortbewegungs- und Antriebsmittel. Es bestellte Felder, zog in Schlachten, überbrachte Botschaften, wurde bester Freund und Prestigeobjekt. Es war ein Geschenk der Götter und wurde nicht selten selbst als Gottheit verehrt. Wer ein Pferd sein eigen nannte, war und ist unermesslich reich.

Wir widmen uns der Geschichte des Pferdes, beschreiben die unterschiedlichen Rassen und deren Entstehung. Neben sorgfältig zusammengetragenen Fakten über Anatomie, Ernährung, Haltung und Pflege gibt es auch kleine Geschichten und Anekdoten über das Pferd zu lesen.
Wir freuen uns über Tipps, Anregungen und eigene Kurzgeschichten, die Sie uns schicken möchten.
Viel Spaß beim Stöbern, liebe Pferdefreunde!

Wenn man sein Geschäft hauptsächlich auf den Tourismus aufgebaut hat, bedeutete der komplette Lock down während der Corona-Pandemie kurz vor Beginn der Sommersaison 2020 für viele Geschäftsleute und Selbständige, die von niemandem auf Hilfe hoffen durften, den totalen Ruin und die aktuelle Reisewarnung hat die Situation nicht unbedingt verbessert. Wenn man jetzt auch noch bis zu 45 Pferde zu versorgen hat, die jeden Tag gefüttert, gepflegt und bewegt werden möchten, neigt man nicht nur dazu, schnell zu verzweifeln, weil man sich bald das Futter nicht mehr leisten kann, sondern man greift sich auch verständnislos an den Kopf, angesichts der Maßnahmen, die getroffen wurden, um das Virus einzudämmen. In Spanien und auf den Balearen waren die Verbote besonders streng und deren Einhaltung wurden mehr als sorgfältig kontrolliert. An allen Ecken standen Streifenwagen, die darauf achteten, dass man sein Zuhause wirklich nur zum Einkaufen verließ und das am besten nicht öfter als einmal die Woche! Pferdebesitzer mussten sich vom Tierarzt ein Schreiben aufsetzen lassen, daß sie nur unterwegs waren, um ihr Pferd zu versorgen. Reiten war verboten. Damit man, sollte man einen Reitunfall haben, die Arztpraxen und Krankenhäuser nicht zusätzlich mit unnötigen Verletzungen belasten würde.

Neulich hatte man mich in unseren pinken Touristenstall bestellt, weil sich trotz Reisewarnung doch noch ein paar Touristen zum Reiten angemeldet hatten und ich sollte eines der Handpferde übernehmen, da viele der pferdebegeisterten Gäste noch Kinder sind und noch nicht gelernt haben, ihr Pferdchen selbst durch die Botanik zu lenken. Trauriger weise erfuhr ich, kaum daß ich angekomme war, daß mein Reitkind abgesagt hatte. Um mir nicht ganz überflüssig vor zu kommen … und um mich vor dem Stalldienst zu drücken, schwang ich mich trotzdem auf meinen Arbeitsbuddy und begleitete die kleine Gruppe, die jetzt nur noch aus Mutter und Tochter bestand, denn weitere zwei Gäste, die eigentlich hätten mitkommen sollen, waren gar nicht erst erschienen. Als ich so am Ende der Truppe hinterher wackelte, fragte ich mich, ob das jetzt so schlau gewesen war, mit zu kommen, denn vielleicht waren die anderen Gäste einfach nur zu spät… just in dem Moment klingelte das Handy und ich wurde zurück beordert.

Es ist noch gar nicht sooooo lange her, als sich die Liebe zum Pferd für mich neu entfaltete, vielleicht 5 oder 6 Jahre. Als Kind von ca 12 Jahren hatte ich zwar schon mal die Begegnung mit einer Stute Namens Wanda, allerdings glaube ich eher, dass mich Anja, die sich um das Pferd kümmerte, damals mehr interessierte. Jedenfalls war Wanda Zeuge meines ersten Kusses…

Zur Zeit lebe ich zusammen mit meiner lieben Frau Nadja auf der schönen Baleareninsel Mallorca.
Nadja saß schon als Kind im Sattel. So dauerte es auch nicht lange, dass wir in einem Reitstall für Touristen landeten. Fast täglich begleitete ich meine Frau in den Reitstall und langweilte mich zu Tode.

Neulich hatte ich die Ehre eine stolze Spanierin reiten zu dürfen. Eigentlich war ich nur zufällig im Stall. Ich wollte nur auf meinen Mann warten, der einige Ausritte zu absolvieren hatte. Es war schon später Nachmittag und der Platz war voll mit Gästen. Es standen jede Menge Ritte an:
Touristen, die galoppieren wollten, Anfängergruppen für Schrittausritte, Kinder, die noch am Strick geführt werden mussten … das Pferd auf dem es saß, nicht das Kind … und dazwischen wuselten die ganz Kleinen, die sich eifrig Helme aussuchten und sich stritten, wer denn zuerst auf den Ponys „Sternchen“ und „Crema Catalana“ im Korral von den Eltern im Kreis geführt werden durfte.