So ein Pferd will gut ernährt werden, denn in der Natur bewegen sich Pferde hauptsächlich fressend vorwärts und das bis zu 16 Stunden am Tag. Sie sind immer auf der Suche nach Nahrung und ihr Verdauungssystem hat immer etwas zu tun.
Pferde, die in menschlicher Obhut leben, haben nur noch selten die Möglichkeit, dieses natürliche Verhalten auszuleben, deshalb muß ihre Ernährung der modernen Pferdhaltung angepasst werden.
Futtermittel für Pferde unterscheidet man in Raufutter, Saftfutter und Kraftfutter, die alle unterschiedliche Nahrungswerte aufweisen. Denn was und vor allem wie viel man seinem Pferd zu fressen gibt, ist zum einen abhängig von der Rasse und zum anderen natürlich von seinem Einsatzbereich. Einem alten Rentner-Pferd, daß seinen Lebensabend eher ruhig ausklingen läßt, gibt man etwas anderes zu essen, als dem Zuchthengst gegenüber oder dem Jungspund nebenan, der sich noch jeden Tag sportlich betätigt und auf Turnieren sein Bestes gibt.
Freizeitpferden, die sich nicht so regelmäßig bewegen, sowie jungen und alten Pferden serviert man in der Regel „Erhaltungsfutter“ wie Stroh, Heu, Gras, Grassilage oder Maissilage, ein durch Milchsäuregärung konserviertes Gärfutter.
Gerne darf man die Ernährung dieser Pferde mit etwas Saftfutter wie Möhren und Rüben ergänzen.
Pferde, die einen hohen Energieverbrauch haben, wie Sport- und Zuchtpferde, brauchen Leistungsfutter. Ihnen füttert man neben Raufutter und Saftfutter auch eine Portion Kraftfutter, das einen höheren Energiewert besitzt als Rau- oder Saftfutter.
Es gibt in der Pferdefuttermittelwelt mittlerweile eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Mischungen für jedweden Einsatzbereich.