Zu einer gesunden Ernährung für jedes Pferd gehört Raufutter. Dazu zählt man Gras, Heu, Stroh, Grassilage, Maissilage und andere Ganzpflanzenprodukte mit hohem Strukturgehalt. In der Sommerzeit wird auf den Wiesen Heu und Stroh produziert. Darin sollten Wiesen-, Klee-, Luzernepflanzen und natürlich Kräuter enthalten sein.
Die Luzerne ist ebenfalls eine Kleepflanze. Man nennt sie auch „Alfalfa“ und wurde schon im alten Persien als Futterpflanze für Pferde angebaut.
Die frischen, grünen Pflanzen werden nach dem Mähen durch Trocknung konserviert. Trotzdem darf man Heu und Stroh erst nach 6 bis 8 Wochen Lagerzeit verfüttern, um sicher zu gehen, daß alle Bakterien, die sich im frisch gepressten Heu und Stroh entwickelt haben könnten, wieder abgestorben sind.
Frisches Gras nimmt das Pferd beim Weidegang zu sich, der hauptsächlich im Sommer stattfindet, weil dann das Gras von bester Qualität ist. Grassilage hat einen höheren Nährwert als Heu und wird oft als Grundfutter verwendet.
Maissilage wird ebenfalls wegen des günstigen Energiegehaltes verwendet, hat allerdings den Nachteil, daß der Mineralstoff- und Vitamingehalt recht gering ist und wird deshalb eher an Pferde mit einem niedrigen Eiweißbedarf, Fohlen, heranwachsende Pferde und Zuchtstuten verfüttert.
Durch den Silage-Prozess wird der Nährstoffverlust verringert. Allerdings ist sie sehr leicht verderblich und darf nicht zu lange gelagert werden. Auch muss vor jedem Füttern die Qualität der Silage überprüft werden. Dabei kontrolliert man Farbe und Geruch. Veränderungen wie Dunkle Stellen, beginnende Schimmelbildung und ein saurer Geruch, deuten auf verfaulte Silage hin und darf nicht mehr verfüttert werden. Tut man es doch, bekommt das Pferd gesundheitliche Probleme wie Kolik, Verstopfung, Hufrehe oder Durchfall.