Bei der Pflege des Pferdes spielen die Hufe eine große Rolle. Man kann es gar nicht oft genug betonen: ohne Hufe – kein Pferd! Das ganze Gewicht von Pferd und Reiter ruht auf diesen vier fragilen Gebilden. Eine Krankheit oder Fehlstellung kann Auswirkungen auf den kompletten Organismus haben. Also sollte man vor aber auch immer nach der Arbeit mit seinem Pferd die Hufe kontrollieren und sicher gehen, daß alles in Ordnung ist. Oft genug sind sie einfach nur dreckig oder das Pferd hat sich auf der Weide oder während des Ausrittes einen kleinen Stein eingetreten, den es zu beseitigen gilt. Auskratzen ist Pflicht und man sollte sich auch nicht zu fein sein, gelegentlich mal an der Unterseite der Hufe zu schnuppern. Hat das Pferd nämlich „Stinkefüße“ hat sich eventuell eine Strahlfäule gebildet, die durch zu viel Nässe, Schmutz und Urin im Einstreu entstehen kann. Wer sich also lange Zeit an seinem schön geputzten und gesunden Pferd erfreuen will, darf beim Putzen nicht bei den Hufen aufhören. Auch wenn es manchmal schwer sein kann, sein Pferd dazu zu bewegen, dich darunter gucken zu lassen. Hufe geben ist auch eine Disziplin, die man üben muß. Der Hufschmied des Vertrauen kann da bestimmt weiter helfen und ein paar Tipps geben. Denn auch er sollte ein regelmäßiger und gern gesehener Gast im Stall sein, egal, ob das Pferd beschlagen ist oder nicht. Da die Hufe ständig nachwachsen und sich bei unbeschlagenen Pferden auch schon mal unterschiedlich abnutzen, muß der Schmied das wieder richten, um so Fehlstellungen zu vermeiden. Ein beschlagenes Pferd sieht seinen Hufschmied alle vier bis acht Wochen, weil ihm dann neue Eisen angepasst werden müssen.

Ist man um eine gezielte Hufpflege bemüht, wäre eine Offenstall- oder Weidehaltung optimal, ohne allerdings, das Pferd dabei im Matsch oder Mist stehen zu lassen. Durch den Morgentau auf der Weide werden die Hufe von selbst mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Sorgt man dafür, dass sich das Pferd viel auf unterschiedlich beschaffenen Böden bewegen kann, wird dadurch die Durchblutung der Hufe und der Huflederhaut gefördert, was wiederrum gut für das Hornwachstum ist.
Steht das Pferd im Stall ist besonders auf Hygiene zu achten. Die Einstreu sollte immer sauber sein, da Pferdeurin nicht nur Turn- und Stallschuhe langsam aber sicher auflösen kann, sondern auch das Horn der Hufe angreift.
Zu guter Letzt kann man auch mit einer ausgewogenen Ernährung dafür sorgen, daß die Hufe stark und gesund bleiben. Biotin und eine ausreichende Nährstoffversorgung kann zu einer Verbesserung der Hornqualität beitragen.