Zahnpflege

Ja, auch Pferde sollten wenigstens einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen, bzw. von einem untersucht werden. Jüngere und ältere Pferde gerne auch öfters. Da sich die Ernährungsweise von Hauspferden sehr von denen der Wildpferde unterscheidet, ist es leider nötig, daß der Mensch sich um die Gesundheit der Zähne seiner Pferde kümmert und den Tierarzt selbige überprüfen lässt.
Das Futter, daß wir unseren Pferden geben ist zwar gut für die Ernährung aber oft nicht gut für die Zähne. Die Zähne eines Pferdes wachsen zeitlebens immer nach und schmirgeln sich durch das Futter ab. Leider ist das Futter oft nicht mehr fest und rau genug, daß sich so ein Pferdezahn ordentlich daran abschleifen könnte. So entstehen an den Backenzähnen oft kleine Spitzen und scharfe Grate, mit denen sich das Pferd beim Kauen selbst an den inneren Schleimhäuten der Wangen verletzen könnte. Diese Grate müssen regelmäßig vom Zahnarzt abgeschliffen werden.

Auch die vorderen Schneidezähne sollten geprüft werden, ob sie vielleicht zu lang sind und so die Nahrungsaufnahme erschweren.

Regelmäßige Kontrollen durch den Tier- bzw. Zahnarzt fördern auch schon mal das ein oder andere Problem zutage mit dem man nicht gerechnet hat: Vielleicht hat das Pferd irgendwann angefangen zu „sabbern“ wenn es versucht, seine Möhrchen zu zerkauen oder es benimmt sich beim Reiten plötzlich anders, steht ständig unter Strom und ist unruhig. Dieses Verhalten könnte auf Zahnschmerzen zurück zu führen sein. Auf jeden Fall sollte man bei der Suche nach einer Lösung die Zähne nicht vergessen. Spätestens aber, wenn das Pferd unangenehm aus dem Maul riecht, sollte der Zahnarzt gerufen werden. Denn auch so ein stabil aussehender Backenzahn eines Pferdes kann brechen, sich entzünden und schlimmere Beschwerden nach sich ziehen.

 

Fotos: Wolfgang von der Hocht