Das Kaltblut

Ardenner

Bis das Zeitalter der modernen Industrialisierung begann und für jede schwere Arbeit neu erfundene Maschinen zum Einsatz kamen, ist das Kaltblut als gutmütiges Kraftpaket besonders in der Landwirtschaft unverzichtbar gewesen. In einer Zeit, in der man sich Pferde hielt, damit sie einen bei der täglichen Arbeit unterstützten, legte man bei der Zucht eher das Augenmerk auf Größe, Ausdauer, Kraft und ein gutmütiges, geduldiges Wesen. Kaltblüter zeichnen sich durch ein hohes Körpergewicht aus und werden auch heute noch als schwere Zug- oder Rückepferde eingesetzt. Besonders in Gegenden, in denen man mit schweren Maschinen nicht weiterkommt oder weil sie aus Naturschutzgründen nicht erlaubt sind, weil sie den Boden zerstören könnten, kommen schwere Kaltblüter wieder verstärkt zum Einsatz.

Kaltblüter gelten, je nach Rasse leicht variierend, als willig, freundlich, ausgeglichen, gutmütig, robust, ruhig, können trotz des massigen Körpers aber auch agil und lebhaft sein, genügsam, unempfindlich, ausdauernd, arbeitswillig, sehr kräftig und geduldig.