In früheren Zeiten war die Bezeichnung „Klopphengst“ der Begriff für ein männliches Pferd, bei dem man versucht hatte, das Pferd durch Beklopfen der Hoden und/oder der Samenstränge zeugungsunfähig zu machen. Durch diese Kastrationsmethode verloren die Hengste nicht immer vollständig alle Geschlechtstriebe, weshalb man auch alle anderen nicht vollständig kastrierten Hengste als Klopphengste bezeichnete.
Ebenfalls als „Klopp- oder Spitzhengst“ betitelt werden Hengste, bei denen ein oder sogar beide Hoden in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal liegen, anstatt im Hodensack als Folge eines gestörten Hodenabstiegs. Diese Fehlentwicklung kann vererbbar sein, weshalb Hengste mit diesem Leiden nicht zur Zucht zugelassen werden. Auch wird eine Kastration erheblich erschwert, da der Hoden meist nur operativ aus der Bauchhöhle entfernt werden kann.