Als „Weben“  bezeichnet man eine stereotype Verhaltensstörung beim Pferd in Stallhaltung. Das Weben hat meist einen zwanghaften Charakter und äußert sich im wiederholten und ständigen Pendeln mit der Kopf-Hals-Partie. Dabei wird zusätzlich das Gewicht von einem Vorderbein auf das andere verlagert. Manche Pferde führen einen regelrechten „Fox-Trott“ auf, indem sie unentwegt abwechselnd mit den Vorderbeinen nach vorne über Kreuz schwingen. Bei sehr starkem Weben kann es sogar vorkommen, daß die Hinterhand in die entgegengesetzte Richtung pendelt. Diese dauerhafte Belastung kann zu Schädigungen der Knochen und Sehnen der Vorhandgelenke führen. Meist zeigen sich diese Symptome bei Pferden mit höherem Vollblut-Anteil.
Die Behandlung dieser Verhaltensstörung erweist sich oft als schwierig und langwierig, denn zuerst muß man mal auf Ursachenforschung gehen und herausfinden, warum das Pferd denn so unglücklich ist. Mögliche Auslöser für das Weben könnte eine Überbelastung beim Training sein oder Isolation, falls es keinen Stallpartner, bzw. kein Beistellpferd gibt und auch sonst keine Artgenossen in Riech-, Hör- und Sehweite wohnen. Man sollte die Haltungsbedingungen und auch die Futteraufnahme noch mal genauestens unter die Lupe nehmen und sicher stellen, daß sie auch wirklich artgerecht sind. (Offenstallhaltung und regelmäßiger Koppelgang wären eine erste Maßname.) Meist entpuppt sich schlicht pure Langeweile als Ursache für die Verhaltungsstörung.