Das Wobbler-Syndrom ist eine krankhafte Erscheinung, die durch eine Schädigung der Nerven im Bereich des Rückenmarks und/oder der Rückenmarksnerven im Bereich der Halswirbelsäule verursacht wird; meist durch eine mechanische Quetschung, eher selten durch eine Infektion. Der lustige Name für diese wenig amüsante Erkrankung leitet sich von dem altdeutschen Wort „wobbeln“ oder dem englischen „to wobble“ ab, was so viel wie „wackeln“ bedeutet, denn Pferde mit dieser Krankheit fallen durch einen sehr unsicheren und ungleichmäßigen Bewegungsablauf auf.
Als Ursache für das Wobbler-Syndrom kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen in Frage, weshalb der Heilungserfolg von der jeweiligen Ursache abhängt.
Für die Entstehung eines Wobbler-Syndroms bei einem Pferd können drei verschiedene Ursachenkomplexe in Frage kommen:

Das „Juvenile Wobbler-Syndrom“ ist die häufigste Form und tritt bei Fohlen und Jährlingen auf. Hierbei handelt es sich um eine Störung der Reifung der Knochenansätze der Sehnen und Bänder der Halswirbelkörper, die mit arthrotischen Veränderungen der Wirbelgelenke einher geht. Erleidet das junge Pferdchen beim Herumtollen jetzt auch noch ein Trauma, weil es sich beim Spielen aus Versehen überschlagen hat, überdehnt sich der Bandapparat der Wirbelsäule, die Wirbel verrutschen und das Rückenmark wird gequetscht. So entsteht zuerst eine Entzündung des Rückenmarks, gefolgt von einer Degeneration. Meist sind dabei die Leitungsbahnen betroffen, die für die Wahrnehmung des eigenen Körpers zuständig sind und später eventuell auch die motorischen Bahnen.

Bei älteren Pferden ist meist ein schlichter Bandscheibenvorfall für die Rückenmarksschädigung verantwortlich, die dann das Wobbler-Syndrom auslöst.

Ist eine Infektion der Übeltäter, so hat meist eine Herpesvirusinfektion eine Entzündung des Rückenmarks ausgelöst und das Wobbler-Syndrom hervor gerufen.

Betroffene Pferde entwickeln einen unsicheren Gang, gut zu beobachten beim Führen mit abrupten Wendungen. Bei Rechtswendungen knickt oft das linke Sprunggelenk ein. Im Schritt und Trab führt das Pferd die Beine ruckartig vor und auch das plötzliche Anhalten bereitet Schwierigkeiten. Stark beeinträchtigt ist auch das Rückwärtstreten.
Eine endgültige Diagnose wird vom Tierarzt durch eine Röntgenuntersuchung vorgenommen, der  das Wobbler-Syndrom mit Medikamenten oder chirurgisch behandeln kann.