Die Kontagiöse Equine Metritis (CEM) ist eine ansteckende Gebärmutterentzündung bei der Stute, gehört zu den meldepflichtigen Deckseuchen und führt zur Unfruchtbarkeit der Stute. Sie wird von dem leicht übertragbaren Bakterium „Taylorella equigenitalis“ verursacht. Auf den Menschen ist die Krankheit nach bisherigen Erkenntnissen nicht übertragbar, er kann aber der „Überbringer“ bzw. Überträger sein, falls es bei der künstlichen Besamung zu einem Kontakt mit kontaminierten Händen oder Instrumenten gekommen ist. Ansonsten werden die für die Krankheit verantwortlichen Bakterien üblicherweise direkt durch den Geschlechtsakt übertragen.
Die CEM ist eine sehr ernst zu nehmende Krankheit, da sie sehr leicht übertragbar ist und einzelne Tiere oft keine Symptome zeigen, weshalb die Krankheit nur sehr schwer in den Griff zu bekommen ist. Besonders Vollblüter scheinen für diese Krankheit empfänglich zu sein. Da wo viele Pferde zusammenkommen, wie in Zuchteinrichtungen, können regelrechte Ausbrüche der Krankheit stattfinden, da die Erreger vom Hengst von einer Stute zur nächsten übertragen werden. Da es oft vorkommt, daß infizierte Tiere keinerlei sichtbare Symptome zeigen, kann es eine Weile dauern, bis die Krankheit überhaupt erst entdeckt wird.
Hengste zeigen keinerlei klinische Symptome, können jedoch die Bakterien jahrelang in ihren äußeren Geschlechtsorganen beherbergen und immer wieder übertragen.
Bei Stuten gibt es drei allgemeine Krankheitsgrade:
Ist der Krankheitsgrad akut, verursacht die aktive Entzündung der Gebärmutter einen sichtbaren, dicken, milchigen und schleimigen Scheidenausfluß zehn bis vierzehn Tage nach dem Deckakt.
Ist die Krankheit chronisch, verläuft die Infektion etwas milder und die Entzündung der Gebärmutter verursacht etwas weniger Scheidenausfluß. Allerdings ist die Infektion auch schwieriger zu eliminieren.
Ist die Stute „nur“ Träger der Krankheit, haben sich die Bakterien im Geschlechtstrakt etabliert. Die Stute ist zwar symptomlos aber höchst infektiös und kann dies auch für mehrere Monate oder sogar länger bleiben.
Die Krankheit kann erfolgreich behandelt werden. Dies muss man jedoch solange durchziehen, bis die Gebärmutter keine Spuren mehr der Erregerbakterien enthält. Dies ist durch einen Abstrich, durchgeführt vom Tierarzt und eine Untersuchung im Labor herauszufinden. Die Behandlung kann sich mehrere Monate lang hinziehen.
Für den Menschen ist hierbei zu beachten, daß allgemein beim Handling mit Stuten und Hengsten immer strikte Hygienemaßnahmen zu beachten sind. Werden die Geschlechtsteile des Pferdes berührt oder gepflegt, sollte man dabei immer Einmalhandschuhe tragen und nur sterile Instrumente benutzen.