Als „Dummkoller“ bezeichnet man eine leider unheilbare Gehirnerkrankung beim Pferd. Man kennt die Krankheit auch unter den Namen „Morosis“ oder „Gehirnwassersucht“ oder sehr veraltet als „Schlaf-, Still- oder Lauschkoller“ oder als „Sterngucker“.
Die Krankheit entsteht, wenn sich Gehirnflüssigkeit im Hohlraumsystem des Gehirns staut, weil es aus irgendeinem Grund nicht mehr abfließen kann. Dadurch erhöht sich der Gehirnruck, was dazu führt, daß das Gehirngewebe langsam aber sicher abstirbt.
Ein erstes Symptom ist eine leichte Trägheit, die meist nicht sofort bemerkt wird. Nach mehreren Wochen oder Monaten hat sich die anfängliche Trägheit in mitunter minutenlange Regungslosigkeit gesteigert. Dabei vergisst das Pferd sogar zu kauen und an Arbeit mit so einem betroffenen Pferd ist kaum noch zu denken, da es immer apathischer wird und nicht mal mehr auf Reize aus seiner Umgebung und seiner Umwelt reagiert. Oft beobachtet man auch, daß von Dummkoller betroffene Pferde die Beine überkreuzen, den Kopf beim Saufen bis über die Nüstern ins Wasser tauchen und sogar gegen Wände oder Baume laufen.