Fohlenlähme

Die Fohlenlähme ist eine extrem schnell und plötzlich auftretende Infektionskrankheit, die Saugfohlen heimsucht. Man kennt sie auch als „Fohlenseptikämie“ oder „Fohlenpyämie“. Es handelt sich um eine Gesamtinfektion des Organismus, die durch Bakterien oder Toxine im Blut verursacht wird. Sehr häufig treten auch Gelenkentzündungen auf. Gemeinerweise kann die Krankheit aber auch ohne vorherige Symptome tödlich verlaufen.
Die Infektion erfolgt entweder in den ersten Lebenswochen, noch während der Geburt oder schon im Mutterleib.
Bei einer vorgeburtlichen Infektion treten die ersten Symptome in der Regel zwölf bis sechsunddreißig Stunden nach der Geburt auf. Bekommt das Neugeborene dann auch noch zu spät und/oder zu wenig von der mütterlichen Vormilch, begünstigt dies die Infektion.
Infektionen während und nach der Geburt sind vor allem auf eine keimbelastete Umgebung und ebenfalls auf eine ungenügende Vormilchaufnahme zurückzuführen. Erreger wie Streptokokken, E.coli-Bakterien und Staphylokokken sind die Auslöser. Die ersten Symptome sind hier nach vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden zu beobachten. Betroffene Fohlen reagieren mit Fieber, einem stark gestörtem Allgemeinbefinden und Saugunlust. Im weiteren Verlauf können dann Lungenentzündung, Durchfall, Hirnhautentzündung und andere neurologische Erscheinungen, sowie schmerzende und geschwollene Gelenke auftreten.
Hat sich das Fohlen erst nach der Geburt infiziert, scheint die Frühentwicklung erst ungestört, bis ganz plötzlich die Vitalität nachlässt und sich die beschriebenen Symptome zeigen.
Wird die Infektion früh genug erkannt, kann der Tierarzt das Fohlen eventuell durch eine Behandlung mit Breitbandantibiotika retten.


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