Hufbeinbruch

HufquerschnittAls Hufbein bezeichnet man das letzte Finger- bzw. Zehenglied der Gliedmaßen eines Pferdes. Das Hufbein ist der letzte Knochen im Stützskelett des Hufes. Ein Bruch in diesem Knochen bezeichnet man als Hufbeinbruch oder Hufbeinfraktur. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß dieser Knochen in Folge eines Stoßes oder Schlages einfach mal so bricht, da ein gesunder Huf an dieser Stelle ganz anderen Belastungen stand halten kann. Das Hufbein müsste also bereits vorgeschädigt sein, zum Beispiel durch eine Hufbeinatrophie, wie eine Verkümmerung oder Gewebeschwund an dieser Stelle, die wiederum die unterschiedlichsten Ursachen haben kann. Je nachdem, an welcher Stelle das Hufbein gebrochen ist, unterschiedet man unter diversen unterschiedlichen Brüchen: Hufbeinastfraktur, Sohlenrandfraktur, Bruch durch die Hufbeinmitte wobei auch das Gelenk mit beteiligt ist (Saggitalfraktur), Gelenkrandfraktur, offene Fraktur, Mehrfachfraktur und Fissur. Sollte tatsächlich ein Bruch vorliegen, macht das Pferd zu aller erst mit Lahmheit darauf aufmerksam, daß etwas nicht stimmt. Überprüft man darauf hin die Fußarterie, stellt man ein starkes Pulsieren fest und der Huf fühlt sich warm an. Außerdem reagiert das Pferd empfindlich, wenn man den Huf abklopft oder leicht dreht. Eine sichere Diagnose kann der Tierarzt mit seinem Röntgengerät stellen und dabei gleich andere Verletzungsmöglichkeiten mit ähnlichen Symptomen wie Nageltritt, eine simple Prellung oder eine Verstauchung ausschließen. Meist kann dem Pferd chirurgisch weiter geholfen werden, indem man durch eine Osteosynthese den zerbrochenen Knochen wieder miteinander verbindet und er so wieder zusammen wachsen kann. Man kann auch versuchen, das Pferd ruhig zu stellen und ihm Schienen und Verbände anlegen. Diese Methode ist allerdings weniger erfolgversprechend. Die Prognose von alten oder sogar offenen Frakturen sowie von Splitterbrüchen ist leider von vornherein schlecht.

Foto:  Querschnitt Pferdehuf Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Bleizucker als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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