Lehmkuhlener Pony

Kurzbeschreibung

kein Bild Alternativname: keine Angaben
Art: Pony
Typ: keine Angaben
Ursprung: Gut Lehmkuhlen, Kreis Plön, Schleswig-Holstein
Zuchtgebiet: Schleswig-Holstein
Verbreitung: selten, mit 13 Exemplaren (Stand 2000) extrem gefährdet
Stockmaß: ca. 125–140 cm
Gewicht: keine Angaben

Farben: Braune, Rappen, Graue und Füchse, gerne mit Abzeichen

Einsatzgebiet: Reit- und Kutschpony

Exterieur: Das sehr seltene Lehmkuhlener Pony gehört mit einem Bestand von 13 Tieren (Stand 2000) zu den extrem gefährdeten Haustierrassen.
Kopf: fein und edel mit geradem Profil und kurzen Öhrchen
Hals: gut geformt und getragen mit leichtem Genick
Schulter: genügend lang und schräg
Wiederrist: mäßig ausgeprägt
Rumpf: edel mit breiter Brust und guter Rippenwölbung sowie Gurttiefe
Rücken: elastisch mit guter Linie
Kruppe: mächtig und abschüssig mit tiefem Schweifansatz
Gliedmaßen: stark, trocken und hart mit stabilen Sehnen
Hufe: stabil

Interieur: gesund, langlebig, fruchtbar, umgänglich, genügsam, hart, widerstandsfähig, geeignet für Robusthaltung, einsatzwillig, zugstark

Rassebedingte Besonderheiten: keine Angaben

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Zuchtgeschichte:

Das Lehmkuhlener Pony begann seine Zuchtgeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts als private Zucht der Baronin Agnes von Donner. Begonnen wurde mit einem Hengst, dessen Elterntiere aus England importiert worden waren. Der Vater dieses Ponys stammte aus dem englischen Westmoreland und war warscheinlich ein Fell-Pony. Das Muttertier stammte von der schottioschen Insel Rum. Desweiteren mögen bei der Entstehung der Rasse Dartmoor- , weitere Westmoreland-Ponys und Dülmener Wildpferde eine Rolle gespielt haben. Die Wildpferde-Rasse brachte die mausgraue Farbe sowie Aalstrich und Zebrastreifen an den Beinen als Geschenk für den Genpool mit.
Mitte der 1950er Jahre führten nachkriegsbedingte Umstände dazu, daß die Zuchtponies verkauft werden mussten. Man bemühte sich zwar um eine Fortsetzung der Zucht, da aber das Köramt nicht zur Körung bestimmter, für die Zucht gewünschter Hengste zu bewegen war, musste man auf Ausweichlösungen zurückgreifen und bediente sich diverser Araberwarmblutkreuzungen, was zur Folge hatte, daß der Originaltyp des Lehmkuhlener Ponys verlogen ging. Also wurde dieser Zuchtversuch aufgegeben und anderen Ortes mit einer kleinen aber typvolleren Population des Lehmkuhlener Ponys weitergezüchtet.
Heute besteht ein Mangel an deckfähigen hengsten, um die Zucht weiter zu führen, weshalb wieder zu Hengsten aus verwandten Rassen wie dem Fell-Pony zurück gegriffen wird. Mit einem Bestand von 13 Tieren im Jahr 2000 wurde die Rasse als extrem gefährdet in die Rote Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen eingetragen.



Grafik: Nadja von der Hocht von der Hocht Mediendesigh

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