Lungenentzündung

Lungenentzündung.pngDie Lunge eines Pferdes füllt fast seinen gesamten Brustraum aus und kann bei körperlicher Anstrengung bis zu zwanzig Liter Sauerstoff aufnehmen, wenn das Pferd gut trainiert ist. Die komplette Leistungsfähigkeit hängt von gesunden Atmungsorganen ab. Um so schlimmer ist es, wenn sich das Pferd eine Lungenentzündung zugezogen hat.
Bei einer „Pneumonie“ oder auch Lungenentzündung hat sich das Lungengewebe entzündet und das Pferd bekommt schlecht Luft und der gesamte Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das passiert entweder durch Infektionen mit Viren oder Bakterien oder wird durch eine Allergie ausgelöst, was Tierärzte als „Primäre Pneumonie“ bezeichnen, oder sie entsteht zusätzlich aus einer bereits bestehenden Erkrankung wie anderweitigen Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Problemen oder der versehentlichen Inhalation von Giftstoffen, was dann als „Sekundäre Pneumonie“ bezeichnet wird.
Am häufigsten entwickelt das Pferd eine Lungenentzündung nach einer viralen Infektion, wie mit dem Influenzavirus, die dann einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien den Weg ebnet. Bakterien haben dann mit der durch Viren vorgeschädigten Lunge leichtes Spiel. Aber auch Streß und hohe Belastungen können die Entstehung einer Lungenentzündung begünstigen.
Das Pferd macht mit Schwäche, Husten, flacher Atmung, Fieber, einer laufenden Nase und Fressunlust auf sich aufmerksam und magert schnell ab.
Schlecht belüftete Boxen sowie Zugluft und fehlende Entwurmung (der Pferdespulwurm befällt die Lunge) können zur Entstehung einer Lungenentzündung beitragen.
Stellt man einige dieser Symptome an seinem Pferd fest, sollte der Tierarzt gerufen werden, der dann eine endgültige Diagnose stellt und mit der Behandlung beginnen kann. Meist werden Antibiotika und zusätzlich schmerzlindernde, entzündungshemmende sowie schleimlösende Medikamente verabreicht.
Je früher die Lungenentzündung entdeckt und behandelt wird, um so besser sind die Heilungschancen.
Mit einer Impfung gegen Influenza- und Herpesviren kann einer Pneumonie vorgebeugt werden, ebenso wie mit einer strengen Stallhygiene und der Sicherstellung, daß das Pferd in einer staubfreien, gut belüfteten Box ohne Zugluft untergebracht ist.

Anzeige